Audit in China

Im Rahmen des ersten Audits überprüfen wir, ob der erste Eindruck für eine mögliche erfolgreiche Zusammenarbeit entsteht. Beim ersten Audit  entsteht durch die Besichtigung der Fabrik, erste persönliche Gespräche, Prüfung der Firmenunterlagen, augenscheinliche Prüfung der Maschinen und Fertigungsanlagen sowie Besichtigung der  Büro- und Lagerräume ein guter erster Eindruck über den potentiellen Geschäftspartner. Dabei werden auch folgende Fragen in der Regel geklärt:

– arbeitet das Personal nach festern Produktonsplänen

– gibt es vernünftige Arbeitsschutzmaßnahmen in der Fabrik

– ist das Personal motiviert und ausreichend geschult

– ist überhaupt genügend Personal vorhanden

– wie ist die finanzielle Situation des Vertragspartners

– sind die Räum sauber und für eine Produktion geeignet

– wie ist die Qualitätssicherung in der Fabrik strukturiert

– wie ist der Eindruck darüber, dass die Fabrik fähig ist, Ihren Auftrag ordungsgemäß durchzuführen

 

Sofern es aktuelle Produktionen in der Fabrik gibt, können auch schon kurze Produktionsabläufe und Muster überprüft werden. Wenn für die Produkte wichtige Testberichte vorliegen müssen, wie z. B. für die Einhaltung von CE Richtlinien, können auch die Originale dieser Unterlagen vor Ort in Augenschein genommen werden. 

 

Hygiene Audits

Wir auditieren auch Firmen in denen Lebensmittel produziert werden oder Bedarfsgegenstände, also Produkte die mit Lebensmittel, der menschlichen Schleimhaut oder dafür vorgesehen sind längere Zeit mit menschlicher Haut oder Haaren in Kontakt zu kommen. Vorab macht es Sinn sich nachweisen zu lassen, dass Personen in der Fabrik auf Hygienestandards ausreichend geschult sind. Zu diesen Audit gehören:

Betriebsstätten und dazugehörige Anlagen (z.B. Sanitäranlagen) müssen sauber, ausreichend belüftet und beleuchtet sein. Böden, Fenster, Arbeitsgeräte, Arbeitsmaschinen und Arbeitsflächen müssen sauber und gereinigt sein und jederzeit sich leicht und schnell reinigen lassen.

Produkte der Produktion dürfen durch nichts durch äussere Bedingungen wie z. B. Staub, Krankheitserreger oder Schädlinge beeinflußt sein. Bei der Produktion müssen alle Bestandteile des Produkts, Arbeitsflächen etc. vor Husten, Niesen, Staub etc. geschützt sein.  

Umgang mit Lebensmitteln

Es muss sichergestellt sein, dass die Lebensmittel nicht durch äußere Einflüße wie Staub oder Krankheitserreger beeinflußt werden. Dazu gehört auch die hygienische Lagerung und die Personalhygiene bei der Verarbeitung der Lebensmittel.

Alle Gegenstände, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, müssen jederzeit sauber und unbeschädigt sein und dürfen die Lebensmittel nicht nachteilig beeinflussen. Zudem müssen alle Gegenstände LFGB geprüft sein, so dass sich auch keine allergieanregenden oder gesundheitsgefährdenden Stoffe in das Lebensmittel absetzen können. Das gilt auch für Transportbehälter. Es muss zudem sichergestellt sein, dass alle Gegenstände in der Produktion, Behälter für den Transport und der Lagerung der Lebensmittel etc. der entsprechenden Temperatur geeignet sind, die sie durch die geeignete Temperatur für die Lebensmittel ausgesetzt sind.

Personalhygiene

Folgende Bestimmungen zur Personalhygiene sind insbesondere einzuhalten und zu überprüfen:

  • saubere und geeignete Arbeitskleidung (Kopfbedeckung beim Umgang mit unverpackten leichtverderblichen Lebensmitteln),
  • regelmäßiges Reinigen der Hände , die Hände und Unterarme müssen auf jeden Fall vor Beginn der Arbeit, nach jedem Toilettenbesuch und beim Wechsel von Arbeitsschritten vorgenommen werden. Zum Abtrocknen müssen Einweghandtücher vorhanden sein,
  • Desinfizieren der Hände z. B. nach Toilettenbesuch und/ oder Schmutzarbeiten (auch wenn Handschuhe getragen wurden)
  • Kein Handschmuck (Ringe, Uhren, Armbänder),
  • Kurze, saubere, unlackierte Fingernägel,
  • Auch kleine Wunden müssen wasserdicht abgedeckt sein
  • Vermeidung beim Niesen oder Husten die Produktion zu beeinflußen
  • Abdecken der Haare (insbesondere bei langen Haaren)
  • Essen, Trinken, Rauchen nicht in der Produktion
  • Wer sich krank fühlt, darf nicht in der Produktion mitwirken
  • Wie oft werden die Mitarbeiter im Bezug auf Lebensmittelhygiene geschult?

Es dürfen nur Personen mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, die keine Krankheiten oder Anzeichen für solche Erkrankungen haben, die durch Lebensmittel übertragen werden können. 

 

Betriebshygiene

Zur Betriebshygiene in der Nahrungsmittelbranche zählen alle Maßnahmen zum Sauberhalten von Arbeitsräumen und Arbeitsgeräten. Dazu gehören unter anderem

  • die räumliche Trennung von reinen und unreinen Bereichen
  • die Lagerung von Abfällen in geschützten Bereichen
  • getrennte Arbeitsplätze für spezielle Produktionsvorgänge (z. B. ein Raum für die Fleischverarbeitung, ein Raum für die Gemüseverarbeitung)
  • die konsequente Reinigung aller Geräte, die mit Nahrungsmitteln in Berührung kommen
  • die regelmässige Reinigung der Räume, in denen gelagert oder zubereitet wird
  • die Verwendung verschiedener Putztücher für verschiedene Bereiche der Fabrik

Was noch zur Betriebshygiene gehört

  • Tische, Arbeitsplatten, Produktionslinien etc. müssen leicht und schnell abwaschbar sein und dürfen keine Beschädigungen haben
  • Arbeitsgeräte und -materialien sowie Verpackungsmaterialien für die Lebensmittel dürfen keine bedenklichen Stoffe beinhalten (lebensmittelecht)
  • Alles was die Kühlung von Lebensmittel betrifft, muss auf die optimale Temperatur eingestellt sein und regelmäßig abgetaut werden
  • Schneidebretter dürfen nicht aus Holz sein.
  • Maschinen dürfen keine Schmierstoffe an das Lebensmittel abgeben können
  • Fußböden müssen rutschfest und leicht zu reinigen sein
  • Arbeitsräume müssen ausreichend beleuchtet und gelüftet sein

Ein Waschbecken nur zum Händewaschen muss vorhanden sein (mit Seife, Desinfektionsmittel, Handwaschbürste und Einmalhandtüchern)

Produkthygiene

Für die optimale Produkthygiene muss zudem beachtet werden:

  • Die Lagerung muss sauber und ordentlich erfolgen
  • Kühlpflichtige Lebensmittel sind bei den entsprechenden Temperaturen aufzubewahren.
  • Eine ununterbrochene Kühlkette bei kühlbedürftigen Produkten
  • Die Lebensmittel dürfen sich nicht gegenseitig nachteilig beeinflußen, wenn unterschiedliche Produkte parallel produziert werden.
  • Auf ordnungsgemäße Warentrennung ist zu achten: die getrennte Aufbewahrung und Produktionsgänge der unterschiedlichen Artikel.
  • Die strikte Trennung der Arbeitsgeräte für unterschiedliche Produkte. Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie andere Chemikalien sind getrennt von Lebensmitteln aufzubewahren
  • Eine nachteilige Beeinflussung durch Schädlinge, Staub, Krankeitserreger etc. ist auszuschließen (auch Vermeidung von Berührungen der Lebensmittel mit der Hand)

Zusätzliche wichtige Prüfungen bei sozialen Audits (Ethik Audits)

  • Hygiene, Gesundheit und Sicherheitsbestimmungen vor Ort
  • Reinigung und Umgang mit anfallendem Abfall
  • Kinder- und Jugendarbeit/ Altersarbeit
  • Arbeitsbedingungen, einschließlich Zwangsarbeit, Arbeitnehmervertretung, Disziplinarmaßnahmen und Diskriminierung.
  • Arbeitszeiten/ Urlaubszeiten/ Wochenendarbeit und Löhne
  • Arbeit von Schwangeren und/ oder Kranken

Unser Vorgehensweise vor Ort sieht wie folgt aus:

  • Besprechung zu Ablauf, Sinn und Nutzen  des sozialen Audits
  • Werksbesichtigung/ Durchgang durch alle Räume vor Ort
  • Überprüfung der Unterlagen zu Löhnen, Urlaubszeiten, Personal
  • Mitarbeitergespräche mit zufällig ausgewählten Mitarbeitern durch den Auditeur vor Ort (Gruppen- und Einzelgespräche)
  • Abschlussbesprechung mit Lieferant

 

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