Produktion von Spielzeug und Artikel für Kinder in China

Spielsachen und Artikel für Kinder sicher aus China einkaufen.

Immer wieder gerät Spielzeug aus China in die Schlagzeilen. Das liegt wohl daran, dass viele Importeure die EU Regulierungen nicht einhalten oder sich schlichtweg damit nicht auskennen. Bei der Missachtung der EU-Bestimmungen für Spielzeug bzw. für Artikel für Kinder, drohen nicht nur Beschlagnahmungen seitens der Zollbehörde, sondern auch Abmahnungen durch Konkurrenzfirmen, die sich dadurch geschädigt sehen, dass Sie durch die Einhaltung aller Bestimmungen benachteiligt sind, da die Artikel wesentlich teurer angeboten werden müssen als von der Firma, die sich nicht an die Bestimmungen hält.

Viel gravierender sind aber die Schäden, die den Kindern entstehen können, wenn diese das Spielzeug mit giftigen Chemiezusätzen z. B. in den Mund nehmen oder Kleidung mit allergieverstärkenden Substanzen tragen. Zudem macht man sich mit verantwortlich dafür, dass die Arbeiter in China bei der Produktion mit billigen schädlichen Chemiekalien in Berührung kommen, die nur deshalb verarbeitet werden können, da der Importeur die möglichen Schäden an den späteren Nutzern ignoriert.

 

 

Giftstoffe in Kinderartikeln aus China
Diese Nachricht hat vor allen Eltern von kleinen Kindern alarmiert: Einmal im Jahr erscheint ein Jahresbericht der EU – Kommission namens „Rapex“, welches die Funktion eines Schnellwarnsystems hat. Dem Bericht zufolge mussten Kontrolleure aus Europa letztes Jahr ca. 2.500 gesundheitsgefährdende Produkte vom Markt nehmen. Davon waren mehr als ein Viertel der Kinderspielsachen wie Puppen, Enten für die Badewanne, Teddys und andere Artikel für kleine Kinder betroffen. Der Großteil des Spielzeugs, welches gesundheitsgefährdend für Kinder ist, wurde durch die europäischen Kontrolleure aus China ausfindig gemacht. Leider ist dieses Problem schon länger verbreitet, dass in Spielzeug aus der Volksrepublik China, besonders oft Giftstoffe gefunden werden konnten. Das ging in der Vergangenheit sogar so weit, dass die deutsche Verbraucherschutzzentrale im Jahr 2007,  von der EU – Kommission, einen Stopp für Importe von Spielzeug aus China gefordert hat.

Die Verbraucherschützer begründeten diese Forderung damit, dass Brüssel keine Einfuhr von Spielsachen aus China dulden könne, solang die Behörden aus der Volksrepublik nicht garantieren können, Waren zu produzieren, die völlig unbedenklich für die Gesundheit der Kinder sind. Der damaligen Bundesregierung und EU – Kommission wurden  seitens des Verbraucherschutzes ein mangelndes Problembewusstsein vorgeworfen.

Leider hat die Debatte aus der Vergangenheit nichts bewirken können. Damals zählte man ca. 70% aller Spielwaren aus China, was mittlerweile auf über 90% angestiegen ist. Die Produktionsbedingungen in Asien haben sich durch eine unabhängige Untersuchung im Jahre 2011 mehr als schlecht heraus gestellt. Die Arbeitsrechtsorganisation Students  & Scholars against Corporate Misbehaviour ( kurz Sacom ) aus Hong Kong haben bei  Undercover Ermittlungen verdeckte Mitarbeiter in die chinesischen Fabriken für Kinderspielzeug eingeschleust. Die Recherchen waren leider sehr alarmierend:
Lösungsmittel und giftigen Chemikalien standen offen an den Arbeitsplätzen herum. Die Arbeiter benutzen zu ihrem eigenen Schutz keine Handschuhe oder Schutzmasken. Weichmacher mit den verbotenen Substanzen DINP und DIDP wurden gesichtet, die Krebs erzeugen oder die Leber angreifen können. Dem Bericht der Students  & Scholars against Corporate war zu entnehmen, dass große Konzerne aus dem Westen wie Mattel, Lego, Disney, Matchbox, Mc Donalds und Fisher Price ihre Waren aus  Fabriken beziehen, die sich nicht an die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zur Gesundheitspräventionen halten.
Die Regierung Chinas gab an, sich um diese Angelegenheiten zu kümmern und entsprechende Maßnahmen gegen die entsprechenden Fabriken einzuleiten. Leider ohne darauffolgende Taten. Die Medien aus China selbst haben immer wieder berichtet, dass in Spielzeugen und Waren aus Plastik, gesundheitsgefährdende Giftstoffe entdeckt wurden sind. China ist damit immer wieder negativ aufgefallen und genießt mittlerweile kein Vertrauen mehr, was die Sicherheit für die Kinder betrifft. Selbst Einheimische kaufen oftmals Spielwaren aus dem Ausland ein, um der chinesischen Produktion den Rücken zu kehren. Oftmals wird ökozertifiziertes Holzspielzeug aus Deutschland gekauft, wenn die finanzielle Lage einer chinesischen Familie es zulässt.

Auch die Arbeiter vor Ort, die das Spielzeug produzieren, müssen teuer mit ihrer Gesundheit zahlen. Oftmals bleibt den Arbeitern keine andere Möglichkeit, als in den großen Fabriken zu arbeiten. Sie brauchen unbedingt den Lohn, um zu überleben. Obwohl in China Bestimmungen zur Sicherheit am Arbeitsplatz bestehen, werden diese aus Kostengründen von den meisten Fabriken nicht eingehalten. Berichten zufolge arbeiten die Angestellten im Vorweihnachtsgeschäft in Akkord. 140 Stunden Mehrarbeit im Monat sind keine Seltenheit. Viele erhalten nicht einmal einen Arbeitsvertrag und werden illegal beschäftigt. Die Arbeiter erhalten für ihre Arbeit keine Schutzkleidung und sind dauerhaft den hoch giftigen Chemikalien ausgesetzt.

Weil die EU – Kommission keinen Einfluss auf die Gesetzte in der Volksrepublik China hat, kann auf die chinesische Regierung  kein direkter Druck ausgeübt werden. Was können Eltern gegen dieses Problem unternehmen? Ein Großteil der Spielzeuge auf dem europäischen Markt kommt aus China. Eltern sollten beim Kauf von Spielsachen unbedingt auf ein CE- Zeichen achten. Dabei handelt es sich um EU – genormte Spielzeugrichtlinien.
Die Bestimmung gibt an, dass eine CE – Kennzeichnung  auf dem Spielzeug selbst oder der Verpackung des Spielzeugs, sichtbar angebracht sein muss. Ebenfalls muss der Name und die Anschrift der Firma  gut und sichtbar auf der Verpackung platziert sein. Wenn Sie also kein CE Zeichen / GS Siegel und Angaben über den Händler vorfinden, handelt es sich um nicht durch die EU geprüftes und sicheres Spielzeug. In Europa darf Spielzeug ohne CE Zeichen offiziell nicht verkauft werden. Dennoch befinden sich auf dem Markt etliche Spielsachen ohne Zertifikat, z.B. bei Fälschungen, auf dem Schwarzmarkt etc. Oftmals bringen auch kleine Händler nicht geprüftes Spielzeug auf den Markt und verkaufen es über eigene Vertriebskanäle. Achten Sie daher immer auf das CE- Zertifikat und kaufen bei vertrauenswürdigen Händlern ein.  Den Kauf auf einer eher unbekannten Homepage oder von unbekannten Händlern z.B. auf Ebay oder Amazon sollten Sie skeptisch entgegen blicken.
Wenn ein ausgepacktes Spielzeug sehr stark nach Chemikalien riecht, ist davon Abstand zu nehmen. Saugen und ein in den Mund stecken, kann für Ihr Kind zur Gefahr werden und gesundheitliche Konsequenzen mit sich bringen. Abhilfe kann auch der deutsche Verbraucherschutz geben, bei dem sich sorgende Eltern wichtige Informationen einholen können.

Import von Spielzeug aus China

Spielzeug unterliegt vielen strengen Einfuhrbestimmungen- und das zu Recht.

Etwa 70 Prozent der Spielwaren, die im europäischen Raum verkauft werden, stammen aus dem asiatischen Raum (größtenteils aus China). Als Importeur sollte man dabei die gesetzlichen Regularien, die besonders bei Spielzeug sehr streng ausgeprägt sind, der westlichen Welt beachten. In den vergangenen Jahren ist es immer wieder zu folgenreichen Änderungen der Spielzeugrichtlinie (2009/48/EG) gekommen. Unterschätzt wird häufig die Tatsache, dass der Importeur hierzulande für die Gewährleistung der Produktsicherheit vollumfänglich verantwortlich ist. Er kann zwar den Hersteller in Regress nehmen, jedoch stellt sich dies aus mehrerer Hinsicht in der Praxis schwierig dar. Fakt ist: Der globale Handel ist vor allem beim sensiblen Produkt Kinderspielzeug keinesfalls so frei, wie man denken mag. Aber worauf gilt es als Importeur von Spielzeug aus China im Detail zu achten?

Die Agentur Frisch International Consulting GmbH & Co. KG ist Ihr Partner wenn Sie Spielzeug sicher aus China importieren möchten.  Sie erreichen uns per Email unter info@ag-frisch.de oder telefonisch unter 0 30 32 89 68 83.


Aktualisierte Spielzeugrichtlinie (2009/48/EG)

Die Richtlinie 2009/48/EG über die Sicherheit von Spielzeug ist bereits 2009 in Kraft getreten und umfasst heute mehr als 150 Seiten. Konkret geregelt sind hier etwa wesentliche Sicherheitsanforderungen, Warnhinweise sowie notwendige technische Unterlagen. Zudem enthält die Richtlinie wichtige Begriffsbestimmungen (z.B. funktionelles Spielzeug, Wasserspielzeug, Aktivitätsspielzeug, chemisches Spielzeug) sowie Erläuterungen zu Gegenständen, die im Sinne dieser Richtlinie nicht als Spielzeug gelten.

Zusätzlich zur hier vorgestellten Änderung sollte ein Importeur die grundsätzliche Rechtsprechung zu diesem Thema immer im Blick behalten. So kommt es nämlich fast jedes Jahr zu neuen Vorgaben und Beschränkungen, die eingehalten werden müssen. Im Jahr 2014 kam es beispielsweise zu geänderten Voraussetzungen von Spielzeug in Bezug auf den Nickelanteil. Und 2017 hat man die besagte Spielzeugrichtlinie unter anderem bezüglich des Bleigehaltes in Spielzeug angepasst und darüber hinaus spezifische Grenzwerte für chemische Stoffe in Spielzeugen eingeführt.

Da Umweltschutz und Gesundheit in Deutschland und Europa als deutlich wichtiger angesehen werden, als im asiatischen Raum, sollte sich der Importeur mit diesen Themenfeldern unbedingt eingehend beschäftigen. Merken sollte man sich insbesondere, dass es seit Anfang 2007 ein Verbot von speziellen Phthalaten, also Weichmachern, in PVC-Spielzeugen gibt. Handelt es sich um elektronisches Spielzeug, so müssen mitunter weitere Regularien (z.B. VDE-Vorschriften) erfüllt werden.

Trotz der immer größer werdenden Anzahl an Regularien wird die Spielzeugrichtlinie von vielen Seiten noch immer kritisiert. So werden viele erlaubte Grenzwerte teilweise sogar von der Bundesregierung als zu hoch eingestuft. Dies gilt insbesondere für Grenzwerte von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, die als chemischer Weichmacher für diverse Produkte zum Einsatz kommen.

Übrigens: Was bei Nichtbeachten der gültigen Regularien passiert, zeigt das Beispiel des US-Spielzeugriesen Mattel. Dieser musste im Jahr 2007 mehrere Millionen Spielzeuge zurückrufen, da an diesen in verbotenem Umfang bleihaltige Farbe angebracht wurde.
Chinesischen Händler zur Einhaltung der deutschen Standards ermahnen
Nicht jeder chinesische Produzent kann Spielzeug nach gültigen europäischen bzw. deutschen Standards produzieren. Gibt man diesem als Importeur von Beginn an das Gefühl einer ständigen Kontrolle, wird er sich höchstwahrscheinlich um die Einhaltung der Vorgaben bemühen.

Übrigens: Die meisten chinesischen Spielzeughersteller befinden sich in Shanghai. Speziell in den Provinzen Jiangsu, Anhio, Zhejiang oder in Guangdong.

Prinzipiell wird jedem Spielzeug-Importeur empfohlen, den Hersteller eine sogenannte EG-Konformitätserklärung unterschreiben zu lassen. Dabei handelt es sich um eine Bestätigung, dass der Spielzeughersteller alle geforderten Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen erfüllt. Speziell wird in der Praxis bestätigt, dass die Anforderungen der oben bereits beschriebenen EG-Richtlinie 2009/48/EG erfüllt werden. Durch eine solche Erklärung wird damit das positive Ergebnis eines Konformitätsbewertungsverfahrens bestätigt. Ein Mustervordruck für eine Konformitätserklärung findet sich unter anderem bei der Industrie- und Handelskammer (IHK). Wichtig: Die Konformitätserklärung ist mindestens zehn Jahre lang aufzubewahren.

Liegt die Bestätigung vor, so kann damit eine in Europa notwendige CE-Kennzeichnung des jeweiligen Spielzeugs durchgeführt werden. Mit dem CE-Zeichen wird gegenüber dem Käufer sichergestellt, dass alle Richtlinie eingehalten wurden – so zumindest die Vorstellung. In der Praxis kann jeder Spielzeughersteller das CE-Kennzeichen selbst anbringen (ohne vorherige Überprüfung der Einhaltung von Regularien). Auf manchen Artikeln muss die CE-Kennzeichnung direkt angebracht werden, bei anderen genügt es, wenn die Information auf der Verpackung oder Anleitung zu finden ist.

Des Weiteren kann eine Nachfrage beim deutschen TÜV hilfreich und angebracht sein. Hier kann man unter Umständen in Erfahrung bringen, ob das jeweilige Spielzeug tatsächlich legal in Deutschland verkauft werden darf.

Erstmal haftet der Importeur – nicht der Produzent

Anders als man zunächst denken mag, haftet für die Produktsicherheit nicht immer der Hersteller in Fernost. Erst einmal ist es der Importeur, der als Ansprechpartner und Verantwortlicher den Kopf hinhalten muss (siehe: Produkthaftungsgesetz – ProdHaftG). Die Haftung ergibt sich nämlich daraus, wer das jeweilige Spielzeug in den EU-Geltungsbereich einführt bzw. „in den Verkehr bringt“. Aus diesem Grund sollte der Importeur sicherstellen, dass insbesondere die Schadstoffgrenzen eingehalten werden. Natürlich haftet der Spielzeugproduzent entsprechend gegenüber dem Importeur – allerdings nach chinesischem Recht. Entsprechend schwierig gestaltet es sich in der Praxis, den Hersteller vor Ort erfolgreich zu verklagen. Eine Vorab-Nachfrage zum Beispiel bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) kann Licht ins Dunkeln bringen und gegebenenfalls klären, ob der betreffende Hersteller in der Vergangenheit bereits positiv oder negativ in Erscheinung getreten ist.

Vorsicht vor Produktfälschungen!

Grundsätzlich ist es natürlich nicht gestattet, gefälschtes Markenspielzeug aus China nach Europa zu importieren. Entdeckt der Zoll solche Plagiate, wird er die betreffende Lieferung beschlagnahmen und die Produkte zerstören lassen. Einen finanziellen Ausgleich erhält der Importeur dann selbstverständlich nicht. Gegebenenfalls wird zusätzlich sogar ein Gerichtsverfahren eingeleitet. Zu einer ähnlichen Vorgehensweise kommt es, wenn der Zoll die berechtigte Annahme hat, dass die Sicherheits- oder Gesundheitsanforderungen nicht eingehalten wurden. Im Zweifel wird der Zoll die Lieferung dann stoppen und eine Prüfung verlangen.  

Auch ist seitens des Spielzeug-Importeurs darauf zu achten, dass keine Marken- oder Patentrechte in anderer Form verletzt werden. Das bedeutet, dass beispielsweise auf dem Spielzeugauto kein Audi-, BMW- oder Mercedes-Logo zu finden sein darf, wenn der Hersteller nicht die entsprechenden Lizenzen dafür vorweisen kann.

Risiken nachhaltig minimieren

Um als Importeur das eigene Risiko zu senken, sollte man sich nicht „blind“ auf den chinesischen Produzenten verlassen. Empfehlenswerter ist ein schrittweises Vorgehen, welches sich wie folgt darstellen könnte: Zunächst einmal sollte sich der Importeur ein Muster des Spielzeugs zukommen lassen, welches er auf die Einhaltung der Regularien überprüfen lassen kann (insbesondere Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG). In diesem Zusammenhang empfiehlt sich außerdem eine sogenannte Prä-Produktions-Prüfung, bei der bereits vor Beginn der Produktion die Rohmaterialien überprüft werden. Auch während des Produktionsprozesses sollte die Qualität wiederholt kontrolliert werden. Abschließend sollte sich der Importeur um eine Endabnahme sowie um die Auditierung vor Ort in Deutschland bemühen.
Fazit

Produktsicherheit ist vor allem im europäischen Raum ein Thema, das ernst genommen wird. Das wissen mittlerweile auch die chinesischen Spielzeugproduzenten. Trotzdem sollte man die Einhaltung der Regularien, als „lex specialis“ hier die Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG nicht dem Zufall überlassen. Insbesondere auf die Einhaltung der maximalen Schadstoffwerte sollte der Spielzeugimporteur höchsten Wert legen. Wer sich als Importeur noch unsicher ist, kann sich beispielsweise an die Agentur Frisch, den deutschen TÜV oder an die Industrie- und Handelskammer (IHL) wenden und um Unterstützung bitten.

 

Die Agentur Frisch unterstützt Sie dabei Spielzeug aus China und Kinderartikel mit wenig Risiko unter Einhalt der gesetzlichen Regelungen in China einzukaufen und nach Deutschland zu importieren. Kontaktieren Sie uns unter info@ag-frisch.de bzw. Tel: 0 30 32 89 68 83.

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